Wissenwerte Fakten über den Instagram Algorithmus

Hast du die Funktionsweise des Instagram Algorithmus einmal verstanden, ist es gar nicht mehr so schwer, ihn für dich zu nutzen. Zwar ist das Insta-Game nicht einfacher geworden, aber mit ein paar Kniffen durchaus zu bewältigen.

 

Seit über einem Jahr gibt es den Instagram Algorithmus nun schon. Seither ist auf der Timeline nichts mehr wie es war. Die Bilder und Videos werden nach Relevanz angezeigt und nicht mehr in einer chronologischen Reihenfolge. In Anbetracht der Tatsache, dass User immer mehr Accounts folgen, musste ein Algorithmus allmählich her, um die Übersicht nicht zu verlieren. Doch sind auch heute noch viele Instagrammer ziemlich unglücklich mit der Neusortierung des Contents. Irgendwie aber muss man miteinander klarkommen, denn Eines steht fest: Der Algorithmus ist gekommen, um zu bleiben. Aber wie funktioniert er überhaupt? Wie beeinflusst er die Performance meiner Beiträge und wie kann ich ihn für mich nutzen?

 

 

Die wichtigsten Signale für Relevanz

Der Algorithmus ist eine Herausforderung für die Sichtbarkeit deiner Beiträge. Ob diese relevant genug sind, um deinen Followern weit vorn in der Timeline angezeigt zu werden, bestimmen verschiedene Faktoren. Wie genau der Algorithmus funktioniert und du ihn für dich nutzen kannst, hat Benjamin Chacon auf Later ausführlich erklärt. Wir haben die wichtigsten Aspekte für euch herausgestellt.

#1 Engagement

In erster Linie ist das Engagement, das ein Post erzeugt, entscheidend für seine Relevanz. Bekommt ein Foto oder Video also zig Likes, Views oder Kommentare, signalisiert das dem Algorithmus, dass dein Beitrag für viele deiner Follower relevant ist. Entsprechend wird er dann in deren Feed vorangestellt.

Neben der reinen Anzahl an Likes ist auch entscheidend, wie schnell der Post Engagement erzeugt. Steigert sich das Engagement binnen Sekunden massiv, ist das Signal für den Algorithmus sogar noch stärker als das der Anzahl.

#2 Interaktionszeit

Inzwischen nutzen wir Instagram häufig ausschließlich scrollend, bis ein Beitrag im Feed erscheint, den wir als interessant einstufen. Dann hören wir mit dem Scrollen auf und schauen uns den Post an. Diese Interaktionszeit misst Instagram und deutet die Verweildauer auf dem Post als weiteres Zeichen für Relevanz.

Um User also zum Verweilen zu bewegen, benötigst du Content, der sich vom Durchschnitt qualitativ deutlich abhebt. Damit ist aber nicht ausschließlich eine hohe Bildqualität gemeint, sondern auch spezielle Bilder, die man nicht jeden Tag sieht. Auch eine catchy Bildunterschrift kann dazu führen, dass User sich deinen Beitrag länger ansehen und sogar auf den “Mehr ansehen”-CTA klicken – ein weiteres positives Signal, das an den Algorithmus gesendet wird.

Um die Verweildauer auf deinen Beiträgen zu erhöhen, sollte dein Content besonders sein. © kpunkka | Instagram

#3 Art des Contents

Je mehr du mit einer Sorte von Content interagierst, desto mehr davon wird der Algorithmus dir in Zukunft anzeigen. In anderen Worten: Likest du häufiger Fußballcontent oder die Inhalte eines bestimmten Accounts, siehst du auch mehr davon. Hier unterscheidet sich die Facebook-Tochter nicht sehr vom großen Verwandten, der aufgrund dessen gerade mit der immer größer werdenden “Filterblase” zu kämpfen hat. Instagram ist nicht unbedingt der Ort für politische oder Weltanschauungs-Debatten, weshalb eine Sortierung nach Interesse in deiner Timeline vielleicht nicht ganz so schlimm ist. Dennoch gilt es dies beim Interagieren im Hinterkopf zu behalten.

Beitragsoptimierung für den Algorithmus obligatorisch

Ohne Algorithmus war alles einfacher. Solange du regelmäßig gepostet hast, konntest du davon ausgehen, dass deine Inhalte fast von allein Interaktionen generieren. Heute steht der Social Media Manager vor diversen Herausforderungen:

  • Sind Bildunterschrift und CTA überzeugend?
  • Verwendet er die richtigen Hashtags?
  • Postet er zur besten Zeit?
  • Ist das gesamte Profil stimmig?

Die Nutzung Instagrams hat sich in der letzten Zeit verändert. Haben wir das Netzwerk vor noch gar nicht langer Zeit überwiegend verwendet, um uns schöne Bilder talentierter Fotografen, Foodporn, Fashiontrends anzusehen oder unseren Lieblingsstars näher zu sein, nutzen wir Instagram heute viel mehr im Kaufentscheidungsprozess. Wir lassen uns, ähnlich wie auf Pinterest, inspirieren und finden Unternehmen, bei denen wir direkt shoppen können. Daher wird es immer wichtiger, nicht nur Reichweite zu generieren, sondern auch Umsätze und Leads.

Dem Algorithmus trotzen, Follower erreichen

Das wichtigste Buzzword für Instagram-Reichweite heißt also Relevanz. Mit dem Abnehmen der organischen Reichweite musst du deine Follower dennoch erreichen. Worauf kommt es dabei an?

#1 Zur richtigen Zeit posten

Dieser Faktor ist zwar für jeden halbwegs erfahrenen Instagram Marketer ein alter Hut, man kann ihn allerdings nicht oft genug erwähnen: Deine Posts erzeugen das meiste Engagement, wenn dein Publikum online ist. Und hohes Engagement signalisiert dem Algorithmus bekanntermaßen, dass dein Beitrag relevant ist. Die besten Urhzeiten kannst du am einfachsten herausfinden, wenn du deinen Account auf Business-Profil umgestellt hast.

#2 CTA nicht vergessen

Da du nun weißt, dass Verweildauer und Interaktionen mit zu den wichtigsten Signalen gehören, soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass ein starker Call-to-Action nicht fehlen darf. Im besten Fall klappen die User den Text vollständig auf, liken und kommentieren deinen Post.

“Tag a friend” – Dieser CTA erfreut sich aufgrund seiner Effektivität derzeit höchster Beliebtheit. © Foundr | Instagram

Auch sehr wirkungsvoll: Eine Frage stellen. © Germany Tourism | Instagram

#3 Hashtag-Strategie

Bei den Hashtags scheiden sich nach wie vor die Geister. Während es Verfechter der maximal verwendbaren Anzahl gibt, raten wieder andere vor der Nutzung zu vieler Tags ab. Womit du die beste Performance erzeugst, musst du letzten Endes selbst herausfinden. Grundsätzlich aber lässt sich sagen, dass du die beliebtesten Hashtags deiner Community finden und mit ihren Beiträgen interagieren solltest. So machst du deine Community auf dich aufmerksam und wirst ebenfalls zu einem Teil von dieser.

Wenn du ausführlicher in die Hashtag-Materie eintauchen willst, legen wir dir unseren beliebten Artikel “Für die perfekte Reichweite: Das sind die aktuellen Top Hashtags auf Instagram” als Pflichtlektüre ans Herz. Dort findest du alles von der Funktionsweise der Tags bis hin zu einer großen Auswahl aktueller Lieblings-Hashtags. Auch solltest du wissen, dass Instagram mittlerweile als Maßnahme gegen Spam Hashtags sperrt. Eine große Auswahl der Tags auf der Blacklist findest du im Artikel “Von Hardcore bis Elevator: Die wunderliche Hashtag-Zensur auf Instagram“.

Nicht alle Interaktionen sind gleichwertige Signale

Die verschiedenen Möglichkeiten zu interagieren werden vom Algorithmus unterschiedlich gewichtet. Denn während der Zeitaufwand für ein Like sich in Grenzen hält, ist es ungleich schwieriger an Kommentare zu kommen. Auch dass ein User deinen Post mit anderen Usern per Privatnachricht teilt, kommt seltener vor als ein einfacher Doppelklick aufs Foto oder Video. Entsprechend solltest du deinen Content darauf ausrichten, dass User ihn kommentieren oder teilen.

Fazit

Wie du siehst, ist es mit ein wenig Grundlagenwissen gar nicht schwer, den Algorithmus für sich zu nutzen und Relevanz zu erzeugen. Letzten Endes willst du deine Follower mit deinen Beiträgen erreichen und ihnen einen Mehrwert bieten. Deine Reichweite ist mit dem Algorithmus weniger abhängig von der schieren Anzahl deiner Follower als von der Relevanz. Und das ist doch eigentlich gar nicht so verkehrt, geht es doch darum eine loyale Community aufzubauen und bestenfalls Kunden zu generieren und den Umsatz anzukurbeln.

 

Quelle: Tina Bauer / OnlineMarketing.de

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