10 Fehler, die dir deine Social Media Fans nicht verzeihen

Die Präsenz von Unternehmen auf Social Media Plattformen ist mittlerweile selbstverständlich. Doch positive Effekte wie eine verbesserte Kundenbindung, eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades oder die Aufwertung des Markenansehens lassen sich nicht ohne Aufwand und Kenntnisse erzielen.

Unter Umständen verschlechtern sich diese Faktoren sogar noch durch Fehlverhalten beim Social Media Marketing. Da Fehler euch Fans und Reichweite kosten können, solltet ihr folgende Fehler vermeiden.

Fehler # 1: Mehr ist nicht immer Besser

Kurzsichtig betrachtet kann der Eindruck entstehen, dass es von Vorteil ist, möglichst viele Beiträge zu posten. Grundvoraussetzung dafür wäre eine ausreichende Menge an qualitativ hochwertigem Informationsmaterial. Buffer weist an dieser Stelle darauf hin, dass selbst bei ausreichender Menge an Material, die Reduzierung der Posts sinnvoll sein kann, um durch strengere Auswahl weitere Qualitätsverbesserung zu erreichen.

Dass Qualität wichtiger ist als Quantität, erscheint relativ offensichtlich. Das Besondere an einer Qualitätssteigerung in Sozialen Medien ist aber die bessere Bewertung beispielsweise durch den Facebook Algorithmus. Infolge dessen werden die Postings mehr interessierten Leuten ausgespielt, was wiederum höhere Engagement Rates bedingt.

Fehler #2: Der falsche Umgang mit Kommentaren

Hierbei kannst du gleich mehrere Fehler begehen. Kommentare einfach zu ignorieren, ist ein No-Go und kann schnell zur Rufverschechterung des Unternehmens führen. Kunden gewinnen dadurch den Eindruck, ihr Beitrag sei unwichtig oder gar unerwünscht. Dabei möchtest du doch gerade mit Hilfe der Sozialen Medien die Möglichkeit der Interaktion für größere Kundennähe nutzen.

Bei der Antwort gilt es dann nach Möglichkeit Kreativität zu beweisen und nicht auf standardisierte und automatische Antworten zurückzugreifen, da du hiermit die Gelegenheit verpasst einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Eine weitere Möglichkeit, um einen guten Eindruck zu hinterlassen, bietet der gelassene Umgang mit negativen Kommentaren. Kommentare mit unberechtigter Kritik sollten ebenfalls nicht gelöscht werden, sofern gewisse Grenzen des Verträglichen eingehalten werden. Eine gute Lösung in einem solchem Fall ist es laut PCWELT sich dennoch zu entschuldigen und einen E-Mail Kontakt anzubieten. Der falsche Umgang mit Kommentaren:

Fehler #3: Einheitliche Posts auf allen Plattformen

Es klingt verlockend, nur einen Post vorbereiten zu müssen, welcher anschließend auf den verschiedenen Plattformen verbreitet werden kann. Dabei wird aber nicht die unterschiedliche Nutzerstruktur auf den Plattformen beachtet. Es empfiehlt sich daher, Inhalte an die jeweilige Community anzupassen und dafür mehr Zeit aufzuwenden. Kannst du diese Zeit nicht entbehren, solltest du dich besser auf wenige Plattformen beschränken und hier eine gute Performance erbringen. Denn einer zielgruppenspezifischen Social Media Marketing Strategie kannst du sonst unter Umständen nicht gerecht werden.

Auch die Plattformen selbst unterscheiden sich. Ein simples Beispiel stellen die Hashtags auf Instagram dar, dessen reichweitensteigernder Nutzen auf anderen Plattformen nicht gegeben ist. Zuletzt ist es für Abonnenten nicht sinnvoll, auf jedem Kanal die gleichen Inhalte – ohne entsprechende Anpassungen – zu sehen. Für einige Abonnenten könnte dies aufdringlich und somit störend wirken.

Fehler #4: Videolinks auf Facebook hochladen

Wie Forbes und Buffer übereinstimmend berichten, sind Links von Videos auf Facebook weitaus weniger erfolgreich in Bezug auf Interaktionen als direkt hochgeladene Videos. Buffer bezieht sich dabei auf die Erfahrungen des Social Media Analytics Tool Quintly. Hiernach weisen nativ auf Facebook hochgeladene Videos ca. 110 Prozent mehr Interaktionen auf und werden ca. 478 Prozent öfter geteilt als einfach die Links dazu. Beispiel Youtube Link auf Facebook

Fehler #5: Unregelmäßig Posten

Unregelmäßige Posts können zu sinkenden Abonnementzahlen führen, da sich der Mehrwert für den Nutzer bei seltenen Posts nicht mehr ergibt. Die Inhalte in den einmal ausgefallenen Posts sollten ebenfalls nicht gebündelt, in einer Welle von Posts, nachgetragen werden, da diese schnell als störend oder sogar als Spam empfunden werden. Diese Problematik lässt sich mit einer ausgiebigen Social Media Planung vermeiden, bei der im Vorfeld festgelegt wird, was zu welchem Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Fehler #6: Keine Social Media Strategie

Zu einer Social Media Strategie gehört mehr als nur zu posten und auf den verschiedenen Kanälen präsent zu sein. Gerade für junge Unternehmen betetet Social Media die Chance, sich nach außen hin gut zu präsentieren. Wie auch anfangs erwähnt, kann ohne Know-how aber einiges schiefgehen.

Zuerst einmal ist es deshalb wichtig, sich Ziele zu setzen, die du erreichen möchtest und im Idealfall auch messen kannst. Danach solltest du dir über Maßnahmen Gedanken machen, mit denen die gesteckten Ziele zu erreichen sind. Dazu zählt ebenfalls, wie viele Mitarbeiter gebraucht werden, um eine angemessene Interaktion zu gewährleisten. Darüber hinaus solltest du einige Richtlinien einführen, wie Mitarbeiter auf Posts zu reagieren haben und was bei privaten Posts, zum Thema Arbeit, zu beachten ist.

Fehler #7: Das falsche Videoformat

Ein wirklich falsches Video Format ohne jegliche Werbewirkung gibt es natürlich nicht, aber Buffer hat in eigenen Experimenten deutliche Performance Unterschiede zwischen diesen aufzeigen können. In ihren Tests haben quadratische Videos mehr Views erhalten und auch die Engagement Rates waren höher als bei den horizontalen Videos. Dieser Unterschied sei besonders deutlich für Smartphones. Beispiel quadratisches Facebook-Video-Format

Fehler #8: Nur eigene Inhalte teilen

Riesige Datenmengen stehen im Netz bereit und könnten von Unternehmen geteilt werden, doch eigennütziges Denken verhindert dieses Vorgehen häufig. Dabei stiftet das Teilen fremder Inhalte Eigennutzen, denn so kann von der Bekanntheit der Quelle oder der Qualität der Inhalte profitiert werden.

Hiermit ist nicht der Diebstahl von Gedankengut gemeint, sondern die legale gekennzeichnete Weiterverbreitung relevanter oder interessanter Inhalte. Zu Buffers erfolgreichsten Posts gehören genau solche, von anderen geteilte, Inhalte. Sie geben sogar an, mit dem Teilen von nutzergenerierten Inhalten ihre Instagram Followerzahlen innerhalb von sechs Monaten um 500 Prozent gesteigert zu haben. Das funktioniert nur, wenn du dich auf Inhalte konzentrierst, die deine Zielgruppe interessiert und für diese relevant ist.

Fehler #9: Keine Anpassung an die Zielgruppen

Wie in Fehler #3 schon angesprochen, kann mit der Wahl unterschiedlicher Social Media Kanäle eine gewisse Zielgruppenanpassung erreicht werden. Wahrscheinlich ist es aber auf den ersten Blick nicht offensichtlich, wie eine Anpassung an die verschiedenen Zielgruppen innerhalb eines Sozialen Mediums erreicht wird.

Buffer stellt hierfür die Ortsbeschränkung von Facebook Posts als geeignetes Mittel vor. Der größte sich hieraus ergebende Vorteil wird zusammen mit dem Facebook Algorithmus realisiert. Die örtlich beschränkten Inhalte stuft das Netzwerk als besonders relevant für an diesem Ort lebende Personen ein, was zu einer besseren Platzierung der Meldung weiter oben im Feed führen kann.

Fehler #10: Social Media als zweiter Online-Shop

Social Media ist kein weiterer Verkaufskanal für Unternehmen, vielmehr sollen sich Unternehmen sozial und aufgeschlossen präsentieren und die Möglichkeit nutzen, mit Kunden in Kontakt zu treten. Interessenten sollen die Möglichkeit erhalten, auf deiner Seite authentische Informationen zu finden, nach denen sie suchen.

Dennoch solltest du deine Kernkompetenzen bedenken und das angebotene Produkt oder die Dienstleistung nicht außer acht lassen. Die richtige Mischung gibt hier den Ausschlag.

Fazit

Social Media Marketing ist ein Kernbereich des Online Marketings, bei dem nicht immer automatisch alles richtig gemacht wird. Doch wenn du die genannten Fehler vermeidest und dich genauer mit Social Media beschäftigst, ergeben sich hier zahlreiche Vorteile. Wer nicht zu aufdringlich ist und sich auf den sozialen Zweck von Social Media besinnt, kann Produkte und Ideen verbreiten sowie Kunden gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden.

Quellen: online marketing.de Bufferblog, PCWelt, Forbes, Social Media Talk

 

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